| Kuscheln mit Leichen |
Hinter jedem der rund 40 Felle, die für einen Pelzmantel verarbeitet werden, steht der Tod eines empfindsamen, leidensfähigen Tieres. Jeder Pelzbesatz auf einem Kleidungsstück trägt dazu bei, die Todesmaschinerie der Pelzbranche am Laufen zu halten.
In Fallen geratene Tiere müssen oft tagelang schwerverletzt auf den Tod warten; viele verdursten oder beißen sich verzweifelt die Pfoten ab. Findet sie der Jäger lebend, werden sie erschossen, wird ihnen der Schädel eingeschlagen oder der Brustkorb mit Fußtritten eingedrückt. Für manche Tierarten stellt man Fallen im Wasser auf. Bis zu 20 Minuten kann der Todeskampf eines ertrinkenden Bibers dauern.
Der natürliche Lebensraum der "Pelztiere" wird in Quadratkilometern gemessen. In der Massentierhaltung der Pelzfarmen verbringen die Tiere ein kurzes, qualvolles Leben in engen Drahtkäfigen von nicht einmal einem Quadratmeter Fläche. Nach wenigen Monaten werden sie im Akkord durch Gas, Genickbruch oder tödliche Injektionen umgebracht.