Der Erlös der Versteigerung folgender Artikel wurde für den Tierschutz eingesetzt - immer wieder ein schönes Gefühl :) Danke an alle Bieter!!!
Nachdem ich früher einen Commodore 64 besaß, er aber bei diversen Umzügen und Lebensveränderungen verloren ging, war ich glücklich, einen Menschen kennenzulernen, der zumindest mit diesem Computer Musiken komponierte: Honey von welle: erdball. Ich steckte ihn mit meinem neu erwachten Interesse derart an, dass wir relativ schnell etliche Hard- und Software sammelten, so dass uns der Commodore 64 nicht nur als Musikinstrument diente. Während sein Interesse eher in Musikprogrammen und Spielen lag, begeisterte ich mich u. a. für GEOS - gemeinsam war uns die entfachte Liebe für das Programmieren in BASIC. Denn schnell kam die Erinnerung hoch, wie ich einige Jahre zuvor wie so viele andere die vorgegebenen BASIC-Programme abtippte. Diese Sprache musste doch zu lernen sein...
Der Commodore 64 ist seitdem mit meinem Leben eng verwoben - und das auf vielfältigste Art und Weise: zu seinen Musiken habe ich gesungen, zu seinem Aerobic-Programm halte ich mich fit, Gesangsübungen erledige ich mit seiner Unterstützung, wenn überhaupt Computerspiele - dann nur seine, Demos habe ich mitentworfen und meine Diplomarbeit in Biologie fertigte ich auf meinem Commodore 128 D Blech an.
Doch auch mein Leben ändert sich - und so wird es nicht machbar sein, meine Doktorarbeit ebenfalls auf dem Commodore anzufertigen. Zudem lebe auch ich in der Zeit von Internet und e-mails, so dass ich meinen 128er fast täglich "nur noch" für meine Aerobic-Übungen und fürs Einsingen anschalte. Doch hierfür benötige ich einen Großteil meiner Hardware nicht, weshalb ich mich entschlossen habe, sie bei ebay zu versteigern! Und weil ich nun mal kein oberflächlich geprägtes Leben führe, werde ich den Erlös aus den Verkäufen nicht für mich verwenden. Es handelt sich hierbei vor allem um Geschenke, an denen ich nicht verdienen mag: ich werde das Geld mal wieder dem Tierschutz spenden, denn ICH kenne den Sinn MEINES Lebens :) Informationen hierzu weiter unten!
Lassen Sie sich entführen!
ebay-Versteigerung von Hardware für den Commodore 64/128
Ohne Count Zero wäre ich dieses Jahr fast nicht auf die Party gekommen: meine Mitfahrgelegenheit sagte ab und er organisierte mir zwei Tage vor Beginn eine neue!
Nachdem mir dann noch netterweise ein C128 zur Verfügung gestellt wurde, konnte am Freitag abend die Party für mich beginnen! Zuerst wurden natürlich Freunde und Bekannte begrüßt - aber auch neue Leute kennengelernt ("Und Du bist also Soraya, die auf dem Konzert gefehlt hat - auf dem WGT, wo nur ein Soraya-Imitat auftrat"). Auch ich bekomme gern Komplimente ;)
So freundlich aufgenommen konnte ich die Begrüßungszeremonie genießen: Das Lied "Aua, aua, das tut weh" wurde von Count Zero, Ninja, Doc Bacardi und Bugjam live dargeboten. Man muss es nicht kennen - letztes Jahr wurde es zum Kultlied auf der RCC und darum dieses Jahr zum Motto erhoben. Man konnte ihm nicht aus dem Weg gehen.... neben der Originalversion gab es noch zwei abgewandelte Texte, die ausgiebigst gesungen wurden.
Anschließend musste jeder mittels Fußpad California Games spielen - was insgesamt sehr lustig zu beobachten war!
Wenn nicht gerade Musiken von den Spielen lautstark über die Boxen schallten (Exile beteuerte, diese Lautstärke sei nichts gegen die auf der Breakpoint...), wurde fast durchgängig gute 80er-Jahre-Musik gespielt.
Eine Ausnahme hiervon machte lediglich der Toilettensound: Passagen aus "Das Boot" waren hier abwechselnd zu anderen Liedern zu hören (ich glaube, Heinz Rühmann, Hans Albers und Marlene Dietrich erkannt zu haben), was für ein interessantes Ambiente sorgte.
Die Bunkerführung von Galaktus füllte eine kurze Pause aus - spannend und unheimlich zugleich -, bevor auf der Videoleinwand der Film "In the realm of a hacker (oder so)" gezeigt wurde.
Für mich ging so der erste Partytag zu Ende...
Relativ entspannt begann das Aufwecken am nächsten Morgen mit einem sanften "The morning has broken", was aber bald in härteren Liedern endete! Das Frühstück entschädigte dies auch nicht recht mit Wurstvarianten etc. Aber Ninja rettete mich mit vegetarischen Brotaufstrichen :)
Mittags begannen die Game-Competitions, deren Ergebnisse neben allen sonst noch wichtigen Informationen auf der Party-Internetseite nachgelesen werden können.
Ein allgemein unbekanntes Spiel namens "Shifter" wurde dann wieder von jedem Partyteilnehmer gespielt. Aus mir unerklärlichen Gründen schaffte ich es hierbei sogar ins Viertelfinale, bei dem ich gegen Count Zero antreten musste. Erbittert kämpften wir gegeneinander, doch ich gewann knapp 5:4! Allerdings war dann in der nächsten Runde auch für mich Schluss...
Normalerweise hätte ich wohl auch diese Zeit genutzt, meinen Beitrag für die Competition fertig zu stellen - wie die anderen um mich herum -, aber im Vorfeld wurde mir gesagt, dass keine Basic-Entries erlaubt sind (Basic kann ja Jeder...). Aber ich kann nichts anderes.
So begnügte ich mich dieses Jahr damit, einen Bericht für die Digital Talk und für meine Seite zu schreiben ;) Dabei dachte ich, ich könnte dieses Jahr eine Idee umsetzen, die ich schon seit einiger Zeit mir mir rumtrage...
Auf der Terasse wurde gegrillt und abends gab es wie im letzten Jahr sehr scharfe Nudelgerichte (eins davon vegetarisch). Zusätzlich wurde durchgängig Freibier angeboten.
Der Höhepunkt der Party rückte immer näher: International Karaoke. Zur SID-Interpretation bekannter Lieder wie Sweet Dreams oder I like Chopin meldete sich begeistert der Großteil der Gäste an! Es war wirklich ein gelungener Spaß. Als ich meinen Namen hörte (ich hatte mich doch gar nicht eingetragen), versuchte ich zu fliehen - wohlwissend, dass ich kein Fan von Karaoke bin...
Aber Count Zero entdeckte mich und geleitete mich bestimmt in den Partyraum. Glücklicherweise entsprach fieserWolf meiner Bitte, mit mir zusammen zu singen, so dass wir I promised myself vortrugen (was nicht eben förderlich für meine Kehlkopfentzündung war...).
Der restliche Samstagabend wurde mit Reden, Biertrinken und Kurzfilmen verbracht, nachdem die Beiträge zu den Competitions vorgeführt waren. Auch für International Karaoke musste gestimmt werden, deren Sieger am nächsten Tag auch mein Favourit Brix war, der Dirty Diana einfach klasse dargeboten hat!
Der Sonntagmorgen begann recht unschön mit komischen Liedern, die ich zum Glück schon wieder vergessen habe. Diese Aufweckzeremonie ist immer wieder grausam :)
Zudem gab es zum Frühstück nur noch Wurstscheiben ohne Brötchen. Sehr lecker für eine Vegetarierin... Aber auch diesmal half mir Ninja mit Brot und seinem leckeren vegetarischen Aufstrich aus. (Habe inzwischen erfahren, wer für das Frühstück verantwortlich war - nächstes Jahr werde ich ihn bitten, auch an Nicht-Fleischesser zu denken!)
Die Endrunden der Game Competitions wurden mittags noch ausgetragen, bevor die Preisverleihung für sämtliche Competitions begann.
Da International Karaoke solch ein durchschlagender Erfolg war, sang Brix seinen Siegersong, bevor Jeder noch einmal die Gelegenheit bekam, ebenfalls sein Lieblingslied zum Besten zu geben!
Nebenbei sei noch erwähnt, dass kleine, zu Tieren etc. formbare Luftballons auch einen Partyhöhepunkt darstellten...
Hier war die Party zumindest für mich zu Ende, denn ich wurde abgeholt und verabschiedete mich bis zum nächsten Jahr!!!
Mein Fahrer war zwar nicht lange auf der Party, pfiff aber dennoch kurz nach der Abfahrt beim Tanken das Lied "Aua, aua, das tut weh" - wer sich ebenfalls infizieren lassen will von International Karaoke, dem sei der Download auf der Party-Internetseite empfohlen. Es gibt nicht nur etliche gesungene Songs (übrigens belegten fieserWolf und ich Platz 2 mit I promised myself), auch wurde extra eine CD-Vorder- und Rückseite designed.
Die Party war wirklich mal wieder super! Ich habe mich sehr wohl gefühlt (am Frühstück muss nur noch ein wenig gearbeitet werden) und freue mich schon jetzt auf nächstes Jahr!!!
Bericht über die RCC2004.

belegen. Da es sich hierbei nur um eine Beta-Version handelte, verbrachten wir noch einige Zeit damit, dieses Spiel zu beenden. Nach Abschluss letzter Schönheitsprogrammierungen ist das Spiel nun im Netz herunterladbar. Viel Spaß damit!!! Während meines Studiums habe ich einige nette oder auch bemerkenswerte Menschen kennengelernt - fasziniert hat mich nur einer... Und dass ich nicht die Einzige bin, die er in seinen Bann schlägt, beweisen die Kommentare, die ich über ihn von seinen Kollegen, Mitarbeitern und Studenten gesammelt habe: In meiner Huldigung an den Commodore 64 möchte ich mich nicht in Kleinigkeiten verstricken; vielmehr soll es denjenigen einen Überblick verschaffen, die GEOS nicht kennen. Bei spezielleren Fragen zu allen GEOS-Programmen bin ich unter der üblichen Adresse erreichbar! GeoWrite (rechtes Bild) ist ein (nicht-farbiges) Text-Programm, in das natürlich Bilder aus dem Graphik-Programm GeoPaint (linkes Bild; im 40-Zeichen-Modus farbig, im 80-Zeichen-Modus nicht-farbig) eingeklebt werden können. Beim Thema "Computerspiele" verhalte ich mich eher so wie die meisten Mädchen: Lieber nicht! Da ich kaum Spiele kenne, die mich faszinieren, sitze ich lieber gemütlich in eine Decke eingekuschelt und einer Tasse Tee in der Hand dabei, wenn Andere ihre Rekorde erkämpfen. Als Pilot eines kleinen roten Flugzeugs startet der Spieler seinen Flug links oben im Bildschirm. Die Geschwindigkeit und Richtung sind nicht beeinflussbar; Reihe für Reihe fliegt das Flugzeug immer tiefer, da es kein Benzin mehr hat! Eigentlich ist das Prinzip des Spiels einfach zu verstehen und leicht umzusetzen. Vielleicht ist es gerade diese Einfachheit, die es so interessant macht?!? Da ich Commodore-64-Liebhaberin und -Nutzerin bin, wird diese Internetseite "wavefriendly" erstellt. "The Wave" ist ein Internetbrowser für den 64er, denn auch dies vermag der kultige Computer!!! Diesen Text wollte ich in größerem Format erst schreiben, wenn ich selber mit "The Wave" meine Seite angesehen habe. Dies gelingt mir allerdings bis heute nicht, da dem Programm in der Adresse das "www" zu fehlen scheint. Glücklicherweise habe ich aber von Doc of Desire eine neue Version von "The Wave" erhalten, mit der dies möglich ist!
komplett irre; Ruf, dass er viel weiß und umtriebig ist; freundlich; stets hilfsbereit; fachlich gesehen extrem kompetent; menschlich: angenehm, sympathisch, eloquent, uneingeschränkt positiv; abgehoben; sehr vielseitige Interessensgebiete; als Chef selten zu erreichen; Kopf voller Ideen, will alle gleichzeitig angehen; manchmal ein bißchen wahnsinnig; versteht zu feiern; verstrickt sich in Ideen, die teilweise abwegig sind; Karriere interessiert ihn nicht so sehr; sehr intelligent.
Über niemanden sonst kursieren so viele Gerüchte, Geschichten und Vermutungen innerhalb der Biologie-Fakultät meiner ehemaligen Universität wie über den Dozenten Dr. Karsten Niehaus. Er fasziniert durch seine Intelligenz, Kompetenz und einer einmaligen Freundlichkeit. Näheres über seine Arbeit an der Universität kann auf seiner Seite erfahren werden (Adresse im Interview).
Durch Commodore-Computer und Vegetarismus wurden wir in einige anregende Gespräche verwickelt - das nun folgende Interview resultierte hieraus.
Vorstellung Dr. Karsten Niehaus und seine Computer
Dr. Karsten Niehaus: Wo anfangen? Nun, als Biologe geht man ja gerne zurück in der Zeit. Geboren wurde ich in Ostwestfalen-Lippe und hatte dort das Privileg, in einer nur rudimentär besiedelten Gegend aufzuwachsen. Wichtige Missionen waren die Erkundung von Wiesen und das Anlegen von Staudämmen, was als erstes Interesse an der Natur gedeutet werden kann. Diese übermäßige Freiheit musste in Bahnen gelenkt werden und ich kam in den Kindergarten; für zwei Wochen, dann hatten meine Eltern ein Einsehen. (Schleifen zu binden habe ich trotzdem gelernt, der Klettverschluss kam viel später.) Die Schule konnte ich dann nicht vermeiden. Mein Ausgleich war es, Lagerfeuer (und andere Feuer) zu machen. Das Interessante am Feuer ist seine eigene Natur. Ich habe dies später beim Schreiben kleiner Programme zur Erzeugung von Fraktalen wiedergefunden. Die Nachbarn hatten in dieser Zeit nicht viel Freude an mir, nicht wegen der Fraktale sondern ob der entfachten Feuersbrünste.
Ich kam trotzdem zur Realschule, an der es einen mit Lochkarten und Maschinensprache zu programmierenden Komputer gab (Ja, ja, mit "K"). In den 70ern ein echter Hit! Etwas später gaben religiös motivierte Opferriten der Erwachsenen mir fast 600 DM in die Hand, für die ich meinen ersten Computer kaufte, einen HP25. Sicher, es ist ein Taschenrechner; aber man kann ihn programmieren. Man konnte eine gedämpfte Schwingung berechnen und die rot leuchtenden Zahlen mit Bleistift auf Millimeterpapier übertragen. Im Mittelalter hätte man mich dafür verbrannt; so ändern sich die Zeiten.
Nach der mittleren Reife (hört sich irgendwie nach Käse an) kam das Abitur und der wundervolle Sinclair ZX Spectrum. Was für ein Computer! Das Ding hatte 16 kB Hauptspeicher!! Ein Universum. Es hatte einen Video-Ausgang, mit dem es an einen alten Fernseher angeschlossen war und die Programme und Daten wurden mit einem Cassttenrecorder auf Audio-Cassetten geschrieben. Damals gab es Zeitschriften, in denen über 10 Seiten ein BASIC-Programm abgedruckt war, das man an langen Winterabenden abtippte. Schlimmer waren die Programme in Maschinensprache, die im Hex-Code abgedruckt waren. Die Fehlersuche in solchen Programmen würde heute ganze Institute lahm legen.
Ich schreibe diesen Text gerade im ICE auf dem Weg nach Bonn auf einem Psion 5mx, also doppelt nostalgisch. Auf dem Psion gibt es einen Spectrum Emulator und wenn niemand zusieht, spiele ich Jet Set Willy und Donky Kong.
Nach dem Abitur habe ich in Köln und Bielefeld Biologie studiert. Die Diplomarbeit auf einem Schneider CPC464 (64 kB RAM !) geschrieben. Das Textverarbeitungsprogramm (Tasword) eigenhändig aus England importiert und ein Interface für eine IBM-Typenradschreibmaschiene selbst gelötet (EPROM gab es bei der ct). Eine der ersten rechtsbündigen Diplomarbeiten; Esthetik pur.
In der Uni gab es geheimnisvolle UNIX Maschinen, Programmierkurse in Fortran, Pascal und Lisp.
Kurz nach dem Diplom gönnte ich mir einen Commodore Amiga 500. Es war eine wirkliche Freundin. Im Vorgriff auf den IT Markt verband ich mich in dieser Zeit, auf Lebenszeit, mit einer Inderin. Adventure auf allen Ebenen. Mein schon früher gefasster Entschluss zum vegetarischen Leben wurde gestärkt. Heute, nach mehr als 16 Jahren, empfinde ich das Essen von Fleisch nur noch absurd.
Es gab viele neue Freunde, Einsichten in das Betriebswesen der Deutschen Bundespost (Was ist eine postlagernde Sendung?) und eine Haussuchung.
Mit dem Amiga war ich zum ersten Mal online. Ein lustiger Akustikkoppler mit einer asymetrischen 75/300 Baud Schnittstelle. Mein Erstkontakt die bionic-Box in Bielefeld.
Hier möchte ich aufhören. Die IBMs kamen. DOS, WIN 2.3, WIN 98, NT. Heute hat die Grafikkarte in meinem Laptop mehr Speicher als alle Computer, die ich vorher besessen habe, zusammen. Aber das ist es eben nicht. Vor zwanzig Jahren öffneten Computer Räume, in denen ich vorher niemals war. Heute geht es eher um technische Verbesserungen, aber das ist so aufregend wie ein Honiglöffel, der das Kleckern verhindert. Es gibt auch keine kleinen Pioniere a la Sinclair mehr, nur noch Business und Aldi. Ich benutze Computer, feuchte Hände bekäme ich bei einem Sinclair QL.
Computer - Biologie - Heute
Dr. Karsten Niehaus: Hier sollte ich wohl etwas ernster antworten. Beruflich erschließen Computer mir immer noch neue Welten. Eine meiner Passionen ist die Mikroskopie, frei nach dem Motto "Sehen ist verstehen". Computer erlauben nicht nur die optimale Steuerung der Mikroskope sondern auch Bilder nie gesehener Klarkeit (Das Schöne - Gute - Wahre). Die DNA-Arbeiten wären ohne Computer nicht denkbar - im eigentlichen Sinn des Wortes. Wir können Fragen stellen, die sich erst aus der durch Computer eröffneten Möglichkeit der Datenanalyse ergeben. Eine eigene Disziplin, die Bioinformatik ist entstanden.
Zur Wissenschaft findet man etwas auf folgender Homepage und da es hier ja nicht um einen Fachaufsatz geht, soll dies reichen.
Arbeitest Du gerne mit PCs?
Dr. Karsten Niehaus: PCs sind grau, grauenhaft, ... OK, sie taugen zum Arbeiten. Sie sind nicht inspirirend wie es die frühen Rechner waren. Aber das ist am Ende letztlich nur mein Problem mit der genormten Welt der "Office Pakete".
Schlusswort
Dr. Karsten Niehaus: Wie der geneigte Leser sicher schon gemerkt hat, schaue ich nostalgisch ja romantisch auf die (meine) frühen Computerjahre zurück. Aber das Versprechen der Romantik lebt von seiner Unerfüllbarkeit wie die frühen Computerjahre die Suche nach neuen Welten waren. Die veränderte, zum Teil demokratisierte globale Diskussion ist dank der Computer und Internet sicher immer noch eine offene Tür. Obgleich ein gedruckter Leserbrief in "Der Zeit" sicher mehr Menschen erreicht als 100 e-mails in Diskussionsforen, die von ohnehin Gleichgesinnten gelesen werden. Der unbeschreibliche Vorteil des Internet, in dem jeder per listserver oder Homepage zu Wort kommt, soll damit aber nicht gemindert sein. Es ist spannend, im Internet Menschen zu begegnen, die jenseits vorgegebener Rollen zum Denken anregen. Die Möglichkeit, mal schnell etwas über Raman-Spektroskopie, Fürst Pückler oder alte Drucktechniken wie die Heliogravure zu suchen und finden, ist einfach super.
Endlich ist es geschafft: als Abschluss meines 5jährigen Studiums habe ich eine Diplomarbeit mit dem Thema "Molekularbiologische Charakterisierung der state transitions-Mutante Stm7 aus Chlamydomonas reinhardtii" angefertigt. Diese Arbeit erstellte ich mit meinem Commodore 128 D Blech (1), der Desktop-Version, auf der der Monitor (8) steht, mit dem Betriebssystem GEOS (Graphic Environment Operating System). Die zugehörige Tastatur liegt vor dem Computer (2).
Der herausstechende Vorteil (in meinen Nutzerin-Augen) liegt gegenüber dem Commodore 64 auch darin, dass ein 80-Zeichen-Monitor angeschlossen werden kann, auf dem ein Text-Dokument unter GEOS (GeoWrite) vollständig auf dem Bildschirm zu sehen ist. Bei den 40-Zeichen-Monitoren (C=64) war es doch eher nervig, GeoWrite zu nutzen, da bei jedem "Umklappen" der Bildschirmaufbau eine gewisse Zeit benötigte (natürlich hatte man seine Tricks...).
Das Erstellen der Diplomarbeit von ca. 120 Seiten wurde immens dadurch vereinfacht, dass ich einige Zusatz-Hardware an meinem Computer habe (3): nicht zu sehen sind SuperCPU und RAMLink. Die SuperCPU beschleunigt meinen Computer um das 20fache (von fast 1 Mhz auf 20 Mhz) und die RAMLink erlaubt es (u. a.), sie durch Installieren von zusätzlichem RAM (bis 16 Mb) als kompatible RAM-Diskette zu verwenden.
Dies bedeutet: Kein langwieriges Kopieren auf Disketten (Sicherheitskopien ausgenommen!!!), sondern sehr schnelles Arbeiten! Durch das eigene Netzgerät bleiben die Daten in der RAMLink auch nach Ausschalten des Computers erhalten.
Sowohl 3,5"- (4) als auch 5,25"-Disketten sind beschreibbar: mit der 1581 (5) oder dem internen 1571-Laufwerk des Computers. Das Ausdrucken meiner Arbeit wurde vom Epson Stylus Color 850 (7; hier noch nicht angeschlossen) übernommen. Das Programm PrintText (An dieser Stelle einen riesigen Dank an Ronny und Roy Bachmann für die Programme und an Ronny für die Hilfestellung!) spricht die druckerinternen Schriftarten an, so dass ein phantastischer Ausdruck entsteht - wenn gewünscht, sogar in FARBE! Somit konnte der HP DeskJet-Drucker (9) abgelöst werden. Der Vollständigkeit halber sei natürlich mein Commodore 64 (10) erwähnt mit externem 1541- und 1571-Laufwerk (6)!
Die Screenshots sind leider nicht in Farbe; dennoch hoffe ich, dass sie wenigstens einen Eindruck vermitteln können...
So sieht also "mein" Desktop unter GEOS / MP3 aus: ein persönliches Hintergrundbild, rechts die verfügbaren Laufwerke (1571, RAMLink, REU-1541, 1581), Papierkorb und Drucker (Epson Stylus Color 850). Oben rechts Uhrzeit und Datum und oben links die Menüleiste.
Mit Farbe sieht es noch schöner aus!
Die Inhalte zweier Laufwerke werden hier gezeigt; dies muss natürlich nicht in großen Symbolen sein! Sowieso ist das Microsoft Windows Betriebssystem eigentlich nur eine schlechte Kopie von GEOS - mit dem einzigen Vorteil der besseren graphischen Auflösung. Aber viele Möglichkeiten, die wir von Windows kennen (inkl. Word etc.), finden sich auch - oder zuerst - in GEOS.
Darum werde ich hierauf nicht weiter eingehen und nur noch versichern, dass ich nichts an GEOS vermisse, was mir Windows bieten könnte (eher umgekehrt).
Bevor Missverständnisse aufkommen: ich habe die 23 Abbildungen meiner Diplomarbeit mit dem PC erstellt. Ich erwähnte ja schon, dass die Graphik der einzige Schwachpunkt meines Lieblingscomputers ist...
Und wenn alles gut läuft, schreibe ich in drei Jahren meine Doktorarbeit auf meinem Commodore 128 D, der mich nicht ein einziges Mal im Stich gelassen hat: er ist nie abgestürzt, hat keine Dateien verloren oder etwas anderes PC-ähnliches angestellt! Danke dafür!
Aber manchmal passiert es doch, dass ich ein Spiel gezeigt bekomme, welches ich spannend finde und stundenlang spielen muss. Genauso erging es mir mit "Super Blitz", das somit "Rodland" abgelöst hat (wahrscheinlich nur, weil es durchgespielt ist...). 
Die Aufgabe des Spielers besteht im Retten des armen Piloten - mit Drücken des Feuerknopfes wirft das Flugzeug jeweils eine (ebenfalls rote) Bombe ab. Ziel ist es, alle Hochhäuser zerstört zu haben, bevor das Flugzeug dagegen fliegt.
Schwieriger gestaltet es sich dagegen, sobald man herausgefunden hat, weshalb King Kong (der kleine schwarze Affe mit Frau in der Hand) an den Häusern empor klettert. Solch einen Affen abzuschießen, bringt enorm viele Punkte - und natürlich bemüht man sich nun vorwiegend um King Kong und fliegt mit schöner Regelmäßigkeit gegen eines der Hochhäuser!
Allerdings müssen einige Punkte beachtet werden... z. B. werden keine Graphiken angezeigt (siehe Screenshot links), weshalb für jedes Bild ein Alternativtext eingegeben wird, der stattdessen zu sehen ist. Am wichtigsten ist dies natürlich, wenn es sich um Graphiken handelt, auf die geklickt werden kann!
Seiten mit "frames" werden von "The Wave" gar nicht gelesen. Dies ist auch der Grund, warum ich solche Mittel nicht einsetze und meine Seite Adjektive wie "old school" bekommt. Alles hat seinen Sinn...
